Heute möchten wir die gelungene Social Media-Kampagne ‚myRembrandts-Reisen‘ der Pinakotheken vorstellen:

Über den Sommer wurde Rembrandts berühmtes Gemälde ‚Jugendliches Selbstbildnis‘ (1629) in Form von sieben hochwertigen Kopien von Fans und Followern der Institution auf die Reise geschickt. Passend zur heutigen ‚Selfie‘-Kultur wurde ein Gemälde des Künstlers Rembrandt van Rijm ausgewählt, der innerhalb von vierzig Jahren über neunzig Selbstportraits anfertigte.

Jugendliches Selbstbildnis von Rembrandt van Rijm / Quelle: http://www.pinakothek.de/rembrandt-harmensz-van-rijn/jugendliches-selbstbildnis

Die Netzgemeinde sollte sich mit dem Foto an allen erdenklichen Orten ablichten und die Bilder mit dem Hashtag #myrembrandt versehen veröffentlichen und teilen. Im begleitenden Storify zu #myRembrandts-Reisen finden sich bisher mehr als 600 Bilder. Zudem wurden über 2.400 Tweets mit dem Hashtag abgesetzt und fast 3 Millionen Menschen über Twitter erreicht.

Unter dem Motto ‚Zeig Rembrandt Deine Welt!‘ gelangten die Bilder um die ganze Welt und waren neben Stationen in Deutschand mitunter in Schottland, Holland, Frankreich, Österreich, Brasilien, Griechenland, Polen, China, Slowenien, Kroatien, Italien, Kanada, in den USA und in Afrika. Sogar in der  internationalen Raumstation ISS fand Rembrandt eine Unterkunft: Rembrandt im All 🙂
Die Reisestationen können auf einer speziellen Karte jederzeit aktuell verfolgt werden.

Durch die Aktion konnte sich das Museum nach außen öffnen und ermöglichte auch im Alltag weniger kunstinteressierten Followern die direkte Teilhabe am Vermittlungsprozess der Kunst. Die Teilnehmer wurden zudem selbst zu Geschichtenerzählern, die sich zwingend (und spielerisch) mit dem Kunstwerk auseinandersetzen mussten. Die Hoffnung der Museen liegt darin, dass die Menschen durch die aktive Teilnahme und die Beschäftigung mit dem Werk Lust erlangen, sich das Original vor Ort (im Museum) anzuschauen.

Dank der großen Teilnahme der Netzgemeinde konnten die Pinakotheken mit der Reise der Rembrandt-Kopien mit einer spielerischen Kampagne Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Die Aktion endet am 4. Oktober, dem 345. Todestag des Künstlers Rembrandt van Rijn.

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Pinterest ist derzeit in aller Munde. Auch wir haben bereits mehrfach darüber geschrieben. Was es ist, wie man es nutzen kann, etc. In diesem Beitrag spielt es aber nur am Rande eine Rolle, nämlich als Möglichkeit, schnell, einfach und übersichtlich Listen anzulegen.

Userin Julia Fryett (Twittername: @aktionsart) hat sich vorgenommen, ein paar Museums-Apps zusammenzutragen und bei Twitter um Vorschläge gebeten, welche Apps sie aufnehmen sollte:

Ein paar Vorschläge kamen bereits, aber noch ist die Vielfalt überschaubar. Dass es durchaus sinnvoll sein kann, als Kulturschaffende(r) auf Apps und Social Networks zu setzen, haben wir ja bereits desöfteren festgestellt. Ein Klick auf das jeweilige Bild bei Pinterest führt direkt in den iTunes-Store zum Download und Ausprobieren.

Museum Apps Pinterest Kulturmarketing

Alle Apps, die bisher gesammelt wurden, nutzen Apple-Geräte, Android- oder Windows-Apps fehlen bisher ebenso wie Apps deutscher Museen. Gibt es keine deutschen Museen, die sich einer App bedienen, um ihren Nutzern irgendeinen Mehrwert zu bieten? Oder gibt es durchaus Apps, die wurden aber bisher nicht vorgeschlagen? Gibt es vielleicht Sprachbarrieren, weil die Apps sich der deutschen Sprache bedienen und daher international weniger interessant sind als englischsprachige?

Falls Ihnen nun sofort ein paar Beispiele einfallen: Dank Pinterest kann jeder kinderleicht ein eigenes Board anlegen und diese und weitere Apps zusammen fassen. Eine tolle Sache von praktischem Wert. Warum nicht ein Board für deutschsprachige Museumsapps? Auch das ist Kulturmarketing! Kurzes Googeln brachte beispielsweise diese Liste 63 deutschsprachiger Apps zum Vorschein, über deren Qualität ich zwar keine Aussagen treffen kann, aber da sie weitenteils im iTunes-Store angeboten werden, müssen sie zumindest einem gewissen Standard entsprechen. Gesammelt hat hier Dorian Ines Gütt, die auf ihrem Twitteraccount @museumapp regelmäßig neue Apps (nicht nur deutsche) vorstellt.

Welche Apps fehlen noch? Gibt es weitere Pinterest-Boards, die zum Thema passen?

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Noch bis zum 23.3.2012 kann an der Museo Blogparade veranstaltet vom Residenz-Musuem München teilnehmen. Was ist eigentlich einen Blogparade? Bei dieser Art und Weise der Kommunikation geht es darum, Erfahrungen und Wissen auszutauschen mittels dem Medium Blog. Hier können lange Texte verfasst, Bilder und Videos eingebunden werden und zudem können andere Personen die Beiträge kommentieren. Also: Ein riesiges Geben und Nehmen und alle haben etwas davon.

Das Residenz-Museum München fragt nun:  MUSEO-Blog-Parade 2012: Was ist Euer herausragendes Thema für 2012?

Das kann ein jahresbegleitendes oder kurz bevorstehendes Thema sein:

  • Um-/Neubau einer Ausstellungsfläche oder eines Museums
  • Neustrukturierung der Dauerausstellung/Sammlungsbestandes
  • Restaurierung eines Kunstwerkes
  • Konzeption und Durchführung einer geplanten Ausstellung
  • Vermittlungsangebote in der On- und Offlinewelt
  • Finanzierungskonzepte / Freundeskreis
  • Veranstaltungsreihe

Es können also Themen rund um die museale Arbeit eingereicht werden:

  • Mitmachen können Museen sowie Kulturinstitutionen
  • Stichwort: MUSEO-Blog-Parade 2012
  • Zeitraum der Blogparade: 28.02. – 23.03.2012
  • Verlinkt per Trackback den Beitrag mit unserem Aufruf. Gebt zur Sicherheit nochmals in unserer Kommentarfunktion Euren Link an.
  • Twitter Hashtag: #MBlogParade2012

Die Veranstalter der Museo-Blog-Parade sammeln die Beiträge, verlinken diese und stellen sie nach Einsendeschluss in einem abschließenden Blogbeitrag vor.

Wer nun nicht über einen eigenen Blog verfügt, kann einfach hier seinen Beitrag hinterlassen: Sebastian Hartmann / aufbruch2null „Digitaler Werkraum Blogparade“ >>

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