Mit dem Siegeszug von Smartphones haben QR-Codes Einzug in unseren Alltag gefunden. Mittlerweile sieht man sie an jeder Ecke, mal sinnvoll eingesetzt, mal weniger gut durchdacht benutzt. Richtig angewendet, können QR-Codes durchaus Mehrwert für den Nutzer bieten. Wir berichteten bereits mehrmals darüber, wie QR-Codes im Kulturmarketing von Nutzen sein können, ob man die QR-Codes mit einer App koppelt oder als bequemen Linkersatz nutzt.

Zwei Stundentinnen vom Ludwigsburger Institut für Kulturmanagement, Studienfach „Kulturwissenschaft und Kulturmanagement“, dachten sich nach der Teilnahme am Seminar »Teamlabor«, in dem ein fiktiver Businessplan erstellt wird: Das ist eine Geschäftsidee. Wir haben das Know-How aus dem Studium und das technische Wissen. Warum also nicht Kulturschaffende im Umgang mit QR-Codes beraten? Gesagt getan und flugs wurde ein kleines Start-Up gegründet, LIVEQR.

LIVEQR bietet Interessierten alles rund um QR-Codes; von eigens designten QR-Codes über Möglichkeiten des Marketings mittels QR-Codes bis hin zu eigenen Content Management Systemen zur selbstständigen Erstellung von QR-Codes. Dabei ist man auf Stadtmarketing und Marketing für kulturelle Institutionen spezialisiert.

Wie man sieht, befruchten sich Kulturmarketing und Social Media gegenseitig und beide Seiten können voneinander profitieren. Die Möglichkeiten sind noch lang nicht ausgeschöpft. Mit den richtigen Ideen und ausreichend Wissen über die Materie kann man sich ganz neue Geschäftszweige erschließen.

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Auch offline passieren interessante Dinge im Kulturmarketing. Eine etwas andere Art und Weise wollen wir Ihnen heute vorstellen: die Initiative Guteplakate

Seit wann gibt es die Initiative?

Stefan Hirtz: Der Kulturplakat-Wettbewerb „guteplakate.de“ wurde von Artefakt Kulturkonzepte in Kooperation mit Ströer Out-of-Home Media und dem Ambient Media Unternehmen PiCK ME und weiteren Partnern erstmals 2010 initiiert und ausgeschrieben und findet 2011 zum zweiten Mal statt.

Was ist der Sinn und Zweck der Initiative?

ARTEFAKT als Initiator des Kulturplakat-Wettbewerbs verfolgt das Ziel, kreative und öffentlichkeitswirksame Plakate, die im Stadtraum für kulturelle Veranstaltungen aller Genres werben, auszuzeichnen.

Wie würden Sie den Erfolg der Initiative beurteilen?

Der bundesweite Plakatwettbewerb für Kulturveranstalter hat 2010 große Resonanz hervorgerufen. Mehr als 20.000 Interessierte besuchten während der
einmonatigen Votingphase die Website und bewerteten Plakate aus den Genres Bildende Kunst, Design, Entertainment, Film, Fotografie, Kulturgeschichte, Literatur, Musik/Konzerte, Musiktheater, Tanz und Theater. Im Jahr 2011 sind bislang 80 Plakate hochgeladen worden und wir freuen uns über weitere Motive aller kultureller Couleur. Am Wettbewerb teilnehmen können Kulturveranstalter, die sich bis 31.10.2011 über die Website anmelden und einen Account anlegen. Zum Wettbewerb zugelassen werden Kulturplakate, die im Zeitraum Dezember 2010 bis Dezember 2011 öffentlich und legal im Bundesgebiet plakatiert wurden und deren beworbene Kulturveranstaltung ebenfalls innerhalb dieses Zeitraums stattgefunden hat. Den Gewinnern winken Kultur-Plakatierungen und andere Medialeistungen im Wert von insgesamt 15.000 Euro.

Nutzen Sie auch die Möglichkeiten des Social Web?

http://www.guteplakate.de/twitter

http://www.facebook.com/artefakt.berlin?v=app_191230427573299

Kontakt:

Stefan Hirtz
ARTEFAKT Kulturkonzepte
ARTEFAKT Projektmanagement
Hirtz, Krippendorff, Rüter, Schmitz, Solf GbR
Marienburger Str. 16
10405 Berlin
Fon: 030 – 440 10 686
Fax: 030 – 440 10 684
stefan.hirtz@artefakt-berlin.de
www.artefakt-berlin.de

Herzlichen Dank!

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Mit unserem Partner Loxicon können Ihre in den kulturkurier eingetragenen Event-Daten nun auch mobil abgerufen werden.

Sicherlich kennen Sie diese Situation:
Sie sind in einer fremden Stadt und möchten sich informieren, welche Restaurants, Theater oder Clubs sich in der Umgebung befinden. Nun gibt es die Möglichkeit dies über das iPhone, den iPod oder über ein Android-Handy zu machen.

Die App lokalisiert Ihren Aufenthaltsort und prüft, welche gewünschten Einrichtungen sich in Ihre unmittelbaren Umgebung befinden.

Laut www.loxicon.de gelten folgende Funktionen:

  • Suche, finde und merke dir nur die Events und Locations, die dich interessieren und lass dich ganz einfach hinführen – ob Club, Konzert, Kinoprogramm oder Top-Restaurant.
  • Lege deine eigenen Lieblingslocations an.
  • Entdecke mit der 360°-Umkreissuche alles, was um dich herum los ist. Lass dir einfach Events und Locations rund um deinen Standort anzeigen.
  • Checke in deine Lieblings-Locations ein und teile deinem Netzwerk mit, wo du gerade bist.
  • Folge anderen Usern, um mehr über deren neue Events und Locations zu erfahren.
  • Teile deine Aktivitäten mit deinen Freunden und der Welt über Mail, Twitter oder Facebook.

Das Schöne ist: Das sind Ihre in den kulturkurier eingetragenen Daten, die in diese App übertragen werden.

Für iPhone/iPod:

 

Für Android:

Fotos: http://www.appbrain.com/app/loxicon-vodafone/de.loxicon.android.vodafone

Die App ist von Vodafone gebranded. Höchstwahrscheinlich wird sie dadurch sehr schnell an Bekanntheit gewinnen.

Diese App können Sie selber testen, indem Sie sich diese hier für das iPhone downloaden und hier für Ihr Android.

 

 

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Unsere Kurzzeit-Volotärin Johanna Schacht hat sich mit den Facebook-Auftritten von Hamburger Kultureinrichtungen beschäftigt. Lesen Sie selbst:

Eine Vielzahl der Hamburger Kultureinrichtungen sind mittlerweile auf Facebook präsent: Von 15 ausgewählten Einrichtungen, die das Spektrum der Hamburger Kultureinrichtungen abdecken – privat wie öffentlich, groß wie klein – waren lediglich zwei nicht auf Facebook zu finden. Wie und mit welchen Unterschieden nutzen die Einrichtungen den neuen Kommunikationskanal Facebook?

Wie und was kommunizieren die Einrichtungen über Facebook? Alle untersuchten Einrichtungen bespielen ihre Seiten über regelmäßige Posts. Dabei gibt es große Unterschiede hinsichtlich des Themenspektrums. Ein Großteil der Einrichtungen beschränkt sich auf das eigene Veranstaltungsprogramm: Das Schauspielhaus Hamburg, das Programmkino Abaton oder auch das Mathilde Literaturcafé verbreiten Programmankündigungen, geben Einblicke in Proben oder weisen auf die Medienberichterstattung zu ihrem Programm hin – dabei werden mehr oder weniger Videos, Fotos und Verlinkungen zur eigenen Website eingebunden. Deutlich weiter gefasst ist das Themenspektrum der Fanseite von Kampnagel, das sich als politisches Kulturzentrum versteht: Die Posts binden zwar Programminformationen ein, stellen jedoch zu einem großen Teil einen Bezug zum tagespolitischen Geschehen her. Auf diesem Weg wird eine lebhafte Diskussion mit den Fans provoziert.

Lässt sich im Social Web ein Schulterschluss der Kultureinrichtungen – beispielsweise gegen die Hamburger Kulturpolitik – feststellen? Thalia Theater und Schauspielhaus Hamburg erklären sich zwar gegenseitig zu Lieblingsseiten, inhaltlich lässt sich jedoch kaum eine Vernetzung feststellen. Die Fanseite der Bücherhallen Hamburg ist in dieser Hinsicht relativ einzigartig: Den Usern werden hier über die eigenen Aktivitäten hinaus Informationen zum Themenspektrum ‚Literatur‘ geboten, regelmäßig wird auf Veranstaltungen und Projekte anderer Einrichtungen hingewiesen.

Werden die verschiedenen Social Media-Kanäle integriert? Die Posts werden häufig mit Fotos, Videos und Links versehen. Sehr selten werden von den Einrichtungen weitere Anwendungen genutzt. Eine Ausnahme stellt an dieser Stelle das Thalia Theater dar: Im Rahmen des Projekts Thalia 2.0 werden auf Facebook Posts, Blog-Beiträge und You Tube-Videos der Nutzer zu einer Fortsetzungsgeschichte, einem neuen Theatertext, verwoben. So entsteht das „User-generated-Theatre“: Facebook dient nicht bloß als Kommunikationskanal, sondern das Potenzial der Plattform wird darüber hinaus als künstlerische Gestaltungskraft genutzt. Ganz nebenbei wird eine neue Zielgruppe für das Theater erschlossen. Im April 2010 wurde das erste im Rahmen des Projektes entstandene Stück uraufgeführt.

Fazit? Facebook scheint sich in der Kommunikation von Kultureinrichtungen in Hamburg etabliert zu haben. Oftmals wird es als ein zusätzlicher Kanal angesehen, um Programminformationen zu streuen, womit einige der Möglichkeiten des Sozialen Netzwerks bislang ungenutzt bleiben: Am Beispiel Thalia Theater zeigt sich, welches Potenzial Facebook hinsichtlich der Erschließung neuer Zielgruppen und sogar der Rückwirkung auf das künstlerische Angebot selbst birgt. Das Beispiel der Bücherhallen Hamburg zeigt außerdem, wie eine Vernetzung zwischen den Fanseiten möglich ist. Sie bietet nicht nur einen Mehrwert für den User, sondern könnte auch die Kulturszene der Stadt insgesamt stärken.

Handlungsempfehlungen:

  1. Halten Sie das Themenspektrum nicht zu eng: allgemeinere Posts zu tagesaktuellen Themen regen die Interaktion an
  2. Geben Sie Hinweise auf Veranstaltungen/Projekte anderer Einrichtungen: sie bieten dem interessierten User einen Mehrwert; über das Erscheinen auf der Pinnwand der anderen Einrichtung werden außerdem neue Fans gewonnen
  3. Lassen Sie den User an der Programmgestaltung teilhaben: Suchen Sie unter Mitwirkung der Fans beispielsweise neue Themen für Ausstellungen, stellen Sie das Layout ihres Liborettos zur Diskussion, suchen Sie Statisten per Videobewerbung über Facebook oder lassen Sie die Fans gar neue Texte schreiben
  4. Nutzen Sie die technischen Möglichkeiten von Facebook: Applikationen bieten einen gepflegten Veranstaltungskalender, Newsletteranmeldung uvm.

Links:
Thalia Theater
Blog Junge Freunde Thalia
Thalia 2.0
Bücherhallen Hamburg

 

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