Mit dem Siegeszug von Smartphones haben QR-Codes Einzug in unseren Alltag gefunden. Mittlerweile sieht man sie an jeder Ecke, mal sinnvoll eingesetzt, mal weniger gut durchdacht benutzt. Richtig angewendet, können QR-Codes durchaus Mehrwert für den Nutzer bieten. Wir berichteten bereits mehrmals darüber, wie QR-Codes im Kulturmarketing von Nutzen sein können, ob man die QR-Codes mit einer App koppelt oder als bequemen Linkersatz nutzt.

Zwei Stundentinnen vom Ludwigsburger Institut für Kulturmanagement, Studienfach „Kulturwissenschaft und Kulturmanagement“, dachten sich nach der Teilnahme am Seminar »Teamlabor«, in dem ein fiktiver Businessplan erstellt wird: Das ist eine Geschäftsidee. Wir haben das Know-How aus dem Studium und das technische Wissen. Warum also nicht Kulturschaffende im Umgang mit QR-Codes beraten? Gesagt getan und flugs wurde ein kleines Start-Up gegründet, LIVEQR.

LIVEQR bietet Interessierten alles rund um QR-Codes; von eigens designten QR-Codes über Möglichkeiten des Marketings mittels QR-Codes bis hin zu eigenen Content Management Systemen zur selbstständigen Erstellung von QR-Codes. Dabei ist man auf Stadtmarketing und Marketing für kulturelle Institutionen spezialisiert.

Wie man sieht, befruchten sich Kulturmarketing und Social Media gegenseitig und beide Seiten können voneinander profitieren. Die Möglichkeiten sind noch lang nicht ausgeschöpft. Mit den richtigen Ideen und ausreichend Wissen über die Materie kann man sich ganz neue Geschäftszweige erschließen.

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Bei Pluragraph gibt es ein tagesaktuelles Ranking der Facebookseiten von 301 deutschen Museen.
Ranking Deutsche Museen
Sehr aussagekräftig ist es leider nicht, da lediglich Fanzahlen als Maßstab dienen, die bekanntermaßen für sich kaum Aussagekraft besitzen. Lieber eine kleine, aber aktive Community, als eine riesige aus Karteileichen. Trotzdem ist das Ranking ganz interessant und sei es nur, um sich mit anderen Veranstaltern zu vernetzen oder vergleichen.

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Crowdfunding ist in aller Munde. Soeben ist mit „Iron Sky“ ein Film angelaufen, der zu einem bedeutenden Teil (fast einer Million) durch Crowdfunding finanziert wurde. Von Filmen, Dokumentationen, Spielen, Comics, bis zu technischen Gadgets und sogar dem sozialen Netzwerk Diaspora- Crowdfunding scheint für fast jede Finanzierung geeignet zu sein. Crowdfunding-Dienste schießen wie Pilze aus den Boden. Über die wohl bekannteste Crowdfunding-Plattform, Kickstarter, wurden 2011 über 100 Mio. $ von über 1 Million Spendern für Projekte gesammelt. Den deutschen Dienst Startnext haben wir bereits ausführlich vorgestellt. Aber was ist dieses Crowdfunding eigentlich und wie, falls überhaupt, kann es von Kulturschaffenden sinnvoll genutzt werden?

Crowdfunding ist, sehr einfach ausgedrückt, die (Teil-)Finanzierung eines Projektes mithilfe vieler anderer, wobei jeder nur einen Bruchteil des benötigten Betrages beitragen muss. Im Austausch gibt es meistens kleinere Privilegien/Vergünstigungen, oft gestaffelt nach der Höhe der Zuwendung. Crowdfunding baut auf die Vernetzung des Web 2.0 beziehungsweise des Social Webs, um eine neue Art der Finanzierung über Kleinstbeträge zu ermöglichen. Jemand stellt sein Projekt auf einer Crowdfunding-Seite vor und wenn es genug Menschen gefällt und genug Geld zusammen kommt, wird es umgesetzt. Statt professioneller Sponsoren und Geldgeber kommuniziert man hier auf Augenhöhe mit potentiellen Kunden. Das bietet neue Chancen, zum Beispiel Feedback bereits in einer frühen Planungsphase, bringt aber auch neue Risiken mit sich.

So wird längst nicht jedes Projekt auch umgesetzt. Kommt die vorher als benötigt angegebene Summe nicht zusammen, wird gar nichts ausgezahlt! Jeder Unterstützer bekommt sein Geld zurück, Kosten entstehen keine, allerdings muss bedacht werden, dass Zusatzkosten für Werbung oder Giveaways natürlich verschwendet sind, wenn das Projekt nicht umgesetzt wird. Man muss also vorher sehr genau planen, wieviel Geld benötigt wird und wieviel voraussichtlich aufgebracht werden kann. Letzlich gibt es aber keine Sicherheit, dass das Projekt genug Zuspruch und finanzielle Mittel erhält. Bei Kickstarter wurde etwa für annähernd 30.000 Projekte um Geld gebeten, bei ungefähr einem Drittel kam genug Geld zusammen, um die Idee tatsächlich umzusetzen. Einen Teil des Geldes behalten die Crowdfunding-Dienstleister für sich, hier sollte man sich vorher genau informieren, um später nicht unangenehm überrascht zu sein. Außerdem ist es noch deutlich leichter, Förderung für Projekte zu erhalten, die sich an eine netzaffine Zielgruppe wenden. Das kann sich allerdings ändern, wenn Crowdfunding sich mehr und mehr, auch offline, durchsetzt. Öffentlichkeit ist enorm wichtig. Crowdfunding baut darauf, viele Menschen zu begeistern, damit das Konzept aufgeht. Wer also ungern die (Online-)Werbetrommel rührt und gut vernetzt und kommunikativ ist, sollte von Crowdfunding momentan eher absehen.

Die Auswirkungen von Crowdfunding auf die Kulturfinanzierung sind noch schwer absehbar. Viele Befürworter der Idee sehen darin die Zukunft, eine Demokratisierung der Kulturförderung. Kritiker sehen hingegen das genaue Gegenteil kommen: Eine totale Ausrichtung der Kultur nach privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten und damit der Verlust von Unabhängigkeit sowie Mitbestimmung, auch über öffentliche Projekte, nur noch via Bezahlung. Welche Seite letzlich Recht behalten wird, lässt sich gegenwärtig noch nicht absehen, sehr wahrscheinlich werden die Auswirkungen sich in der Realität aber zwischen diesen beiden extremen Polen einpendeln. Wer sich vorher richtig informiert (oder jemanden beauftragt, der die nötige Expertise mitbringt), wird Crowdfunding langfristig wahrscheinlich als weiteren Weg, Kultur zu finanzieren, zu schätzen lernen.

Deutschsprachige Plattformen: MySherpas, Startnext, Visionbakery, Inkubato, Pling, Querk, Wemakeit

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Auf Facebook haben wir Sie bereits auf den Treffpunkt Kulturmanagement hingewiesen. Bis dato wurden die interessanten Themen, die von Crowdfunding, über die sinnvolle Nutzung von Social Media für Kulturbetriebe bis hin zur Kommunalen Kulturförderung reichen vorgeben. Einen Einblick über die bereits diskutierten Themen erhalten Sie hier: treffpunkt-kulturmanagement.net

Der Treffpunkt Kulturmanagement findet immer rechtzeitig angekündigt an einem Mittwoch um 9 Uhr statt und gibt den teilnehmenden Usern die Möglichkeit sich online via ein gratis herunterzulandendes Adobe-Tool über die ganze Welt auszutauschen. So können Sie dem Vortrag beiwohnen, selber kommentieren und selber in eine Diskussion einsteigen.

Für die nächsten Beiträge wird Ihnen die Möglichkeit gegeben, selber Themen vorzuschlagen, die Sie gerne mit Experten diskutieren wollen: kulturmanagement.wordpress.com/

Hier finden Sie die aktuelle Aufzeichnung vom Treffpunkt Kulturmanagement zum Thema Controlling: hier

Das ist,  wie wir finden, eine sehr interessante Option, sich mit den betreffenden Themen im Kulturmanagement mit Praxisbezug auseinander zu setzen.

Weiterführende Links:

Facebook: www.facebook.com/TreffpunktKulturManagement
stARTconfernce: www.startconference.org

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