Nicht wirklich überraschend, aber endlich mal schwarz auf weiß und wissenschaftlich fundiert: Laut einer Studie des Web Excellence Forums (WebXF), an der mehr als 3.600 Kommunikations-verantwortliche internationaler Großunternehmen teilnahmen, wirkt sich Facebook positiv auf das Markenimage aus. Zwar wirken sich Unternehmenswebseiten nochmals um ein Drittel stärker und vor allem differenzierter aus, aber der Einfluss von Facebook sollte nicht unterschätzt werden.

Umso bedeutender ist es, dass immer noch viele Unternehmen nicht recht mit Facebook und dem Social Web generell, umzugehen wissen. Hier werden wichtige Chancen vergeben, sich als Unternehmen (oder Kulturschaffender/Veranstalter) ins rechte Licht zu rücken.

Die Studie wurde vom WebXF zusammen mit Kommunikationswissenschaftlern der Universitäten Leipzig, St. Gallen und der Freien Universität Berlin entwickelt und ermöglicht erstmals detaillierte vergleichende Aussagen zur Wirkung von Fanpages und Webseiten.

Das Web Excellence Forum entwickelt seit 2004 gemeinschaftlich Standards zur vergleichenden Bewertung digitaler Kommunikation.

Kulturkurier Inside Facebook


Die WebXF Fanpage Impact Studie im Detail

Befragt wurden 3.638 Probanden ,internetrepräsentativ und geschlechtsquotiert. Unter kontrollierten Bedingungen wurden den Teilnehmern entweder die Fanpage auf Facebook oder Unternehmenswebseite von acht Unternehmen vorgestellt. Im Anschluss sollte jeder Proband das Image des Unternehmens bewerten, zusätzlich noch das eines Unternehmens, von dem er keinen Onlineauftritt gesehen hatte. Ergebnis: Hatte ein Proband die Fanpage aufgerufen, bewertete er ein Unternehmen im Schnitt 10 % positiver. Bei Unternehmenswebseiten bewerteten die Teilnehmer im Schnitt sogar um 15 % besser.

Hier gibt es die vollständige Pressemitteilung.

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Crowdfunding ist in aller Munde. Soeben ist mit “Iron Sky” ein Film angelaufen, der zu einem bedeutenden Teil (fast einer Million) durch Crowdfunding finanziert wurde. Von Filmen, Dokumentationen, Spielen, Comics, bis zu technischen Gadgets und sogar dem sozialen Netzwerk Diaspora- Crowdfunding scheint für fast jede Finanzierung geeignet zu sein. Crowdfunding-Dienste schießen wie Pilze aus den Boden. Über die wohl bekannteste Crowdfunding-Plattform, Kickstarter, wurden 2011 über 100 Mio. $ von über 1 Million Spendern für Projekte gesammelt. Den deutschen Dienst Startnext haben wir bereits ausführlich vorgestellt. Aber was ist dieses Crowdfunding eigentlich und wie, falls überhaupt, kann es von Kulturschaffenden sinnvoll genutzt werden?

Crowdfunding ist, sehr einfach ausgedrückt, die (Teil-)Finanzierung eines Projektes mithilfe vieler anderer, wobei jeder nur einen Bruchteil des benötigten Betrages beitragen muss. Im Austausch gibt es meistens kleinere Privilegien/Vergünstigungen, oft gestaffelt nach der Höhe der Zuwendung. Crowdfunding baut auf die Vernetzung des Web 2.0 beziehungsweise des Social Webs, um eine neue Art der Finanzierung über Kleinstbeträge zu ermöglichen. Jemand stellt sein Projekt auf einer Crowdfunding-Seite vor und wenn es genug Menschen gefällt und genug Geld zusammen kommt, wird es umgesetzt. Statt professioneller Sponsoren und Geldgeber kommuniziert man hier auf Augenhöhe mit potentiellen Kunden. Das bietet neue Chancen, zum Beispiel Feedback bereits in einer frühen Planungsphase, bringt aber auch neue Risiken mit sich.

So wird längst nicht jedes Projekt auch umgesetzt. Kommt die vorher als benötigt angegebene Summe nicht zusammen, wird gar nichts ausgezahlt! Jeder Unterstützer bekommt sein Geld zurück, Kosten entstehen keine, allerdings muss bedacht werden, dass Zusatzkosten für Werbung oder Giveaways natürlich verschwendet sind, wenn das Projekt nicht umgesetzt wird. Man muss also vorher sehr genau planen, wieviel Geld benötigt wird und wieviel voraussichtlich aufgebracht werden kann. Letzlich gibt es aber keine Sicherheit, dass das Projekt genug Zuspruch und finanzielle Mittel erhält. Bei Kickstarter wurde etwa für annähernd 30.000 Projekte um Geld gebeten, bei ungefähr einem Drittel kam genug Geld zusammen, um die Idee tatsächlich umzusetzen. Einen Teil des Geldes behalten die Crowdfunding-Dienstleister für sich, hier sollte man sich vorher genau informieren, um später nicht unangenehm überrascht zu sein. Außerdem ist es noch deutlich leichter, Förderung für Projekte zu erhalten, die sich an eine netzaffine Zielgruppe wenden. Das kann sich allerdings ändern, wenn Crowdfunding sich mehr und mehr, auch offline, durchsetzt. Öffentlichkeit ist enorm wichtig. Crowdfunding baut darauf, viele Menschen zu begeistern, damit das Konzept aufgeht. Wer also ungern die (Online-)Werbetrommel rührt und gut vernetzt und kommunikativ ist, sollte von Crowdfunding momentan eher absehen.

Die Auswirkungen von Crowdfunding auf die Kulturfinanzierung sind noch schwer absehbar. Viele Befürworter der Idee sehen darin die Zukunft, eine Demokratisierung der Kulturförderung. Kritiker sehen hingegen das genaue Gegenteil kommen: Eine totale Ausrichtung der Kultur nach privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten und damit der Verlust von Unabhängigkeit sowie Mitbestimmung, auch über öffentliche Projekte, nur noch via Bezahlung. Welche Seite letzlich Recht behalten wird, lässt sich gegenwärtig noch nicht absehen, sehr wahrscheinlich werden die Auswirkungen sich in der Realität aber zwischen diesen beiden extremen Polen einpendeln. Wer sich vorher richtig informiert (oder jemanden beauftragt, der die nötige Expertise mitbringt), wird Crowdfunding langfristig wahrscheinlich als weiteren Weg, Kultur zu finanzieren, zu schätzen lernen.

Deutschsprachige Plattformen: MySherpas, Startnext, Visionbakery, Inkubato, Pling, Querk, Wemakeit

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Das renommierte Kinder- und Jugendtheater GRIPS aus Berlin ist von der Pleite bedroht. Laut einer Pressemitteilung vom 12. April kann sich das Theater Aufführungen für Kinder und Jugendliche nicht mehr leisten und eine Insolvenz sei, trotz selbstverfügter Haushaltssperre, Sparmaßnahmen und hohen Auslastungszahlen, unvermeidlich. Als Grund gibt das Theater unter anderem stark gestiegene Mietkosten sowie weniger Einnahmemöglichkeiten bei gleichen Kosten wie Erwachsenen-Theater, an. Die gesamte Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.

Grips Theater Berlin

Das Grips Theater Berlin ist von der Pleite bedroht.

Um zu überleben, bräuchte das GRIPS demnach
1. einen einmaligen Defizitausgleich von 65.000 Euro
2. eine dauerhafte Etaterhöhung um 185.000 Euro
3. die Ermöglichung einer Tariferhöhung. Denn als besonders perfide empfinden es die Mitarbeiter des GRIPS Theaters, dass ihm als einzigem der sechs staatlich subventionierten Berliner Ensemble- und Repertoire-Theater keinerlei Tariferhöhung zugebilligt wird.

Geschäftsführer Volker Ludwig dazu: „Es macht unendlich müde, 43 Jahre lang klinkenputzend um die nackte Existenz eines weltberühmten Theaters kämpfen zu müssen, mit dem sich Berlins Kulturpolitiker stolz geschwellt zu schmücken pflegen.”

Statt zu resignieren hat das GRIPS-Theater als Reaktion auf die Gefahr der Pleite, die Facebookseite “Berlin braucht Grips” ins Leben gerufen, die schon über 1.300 Fans verzeichnen kann. Über 1500 Menschen sprechen darüber (u.a. KenFM & Helmut Schmidt). So wurden schon über 75.000 Personen erreicht. Außerdem gibt es eine Onlinepetition, die den Erhalt des Grips-Theaters fordert. Diese wurde sogar schon von fast 7.000 Menschen unterzeichnet.
Durch seine Bemühungen im Social Web hofft das GRIPS-Theater, die politischen Entscheider der Stadt, die am 4. Mai über die Zukunft des Theaters entscheiden, zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

Lesenswert ist auch dieses Interview mit dem Schauspieler Axel Prahl, der sich für den Erhalt des Grips-Theaters stark macht

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Immer mehr Menschen benutzen ein Smartphone, um auch unterwegs online zu sein. Aber wie kann man sich die zunehmende Verbreitung des mobilen Internets als Kulturschaffender zunutze machen?

Eine schöne Aktion hat das Museum Kunstpalast in Düsseldorf sich einfallen lassen. Zur Ausstellung “El Greco & Die Moderne” rief man dort die QR-Rally ins Leben. Hinter QR-Codes in ganz Düsseldorf verstecken sich dabei zwölf El Greco Bilder. Mit einer kostenlosen App zur Ausstellung kann man die Codes scannen, sich eine eigene Sammlung erstellen sowie verborgene Videos, Texte und mehr entdecken.

Zudem kann der Nutzer, wenn er mindestens fünf Bilder gesammelt hat, eines von 1000 Tickets gewinnen.

Aber auch die “normale” Ausstellung wird durch die App multimedial aufgewertet. App-Nutzer können zusätzlich Videos anschauen, interessante Werke mit dem Audioguide entdecken und weitere spannende Veranstaltungen finden. So wird die App zum interaktiven Kunstbegleiter zu dieser und weiteren Ausstellungen im Museum Kunstpalast.

Die App gibt es sowohl für iPhone als auch Android-Smartphones.

El Greco App zur Ausstellung

Wir finden die Aktion sehr gelungen, auch wenn wir die App bisher nicht selbst ausprobieren konnten. Die Idee, dem Nutzer den Besuch einer Ausstellung durch spielerische Elemente schmackhaft zu machen und die eigentliche Ausstellung um multimediale Inhalte zu erweitern, ist gut und zeitgemäß, das Konzept wirkt stimmig.

Die Inhalte via App anzubieten, bietet einige Vorteile. So lassen sich, wenn man will, eine Menge nützlicher Informationen über die Besucher heraus finden (Wieviele Besucher nutzen die App? Welche Inhalte sind besonders interessant, welche eher nicht? etc.). Die Bereitstellung zusätzlicher Infos verursacht nur einmalig Aufwand (während der Entwicklung der App), danach kann jeder Besucher bequem über sein Handy alle Informationen abrufen, ohne dass man als Betreiber sich jeweils darum kümmern müsste. Eine sauber programmierte App kann also sogar Arbeit sparen.

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Was ist Foursquare?

Foursquare ist der bekannteste und am Häufigsten genutzte location-basierte Service der Welt. Auf gut Deutsch heißt „location based“, der User kann seinen Freunden via Foursquare mitteilen, wo er sich gerade befindet. Das nennt man einchecken, die Meldung ist ein Check-In. Foursquare setzt vor allem auf mobile Geräte, in erster Linie Smartphones, besitzt aber auch eine Webseite unter www.foursquare.com.

Die Startseite von Foursquare

Foursquare Fakten:

Über 20 Millionen Nutzer
Davon schätzungsweise 50.000 in Deutschland
2 Milliarden Check-Ins in den letzten 2 Jahren

Wieso die Nutzer einander mitteilen, wo sie sich gerade befinden?

Foursquare nutzt Elemente der sogenannten Gamification, also spielerische Elemente. Checkt ein User ein, bekommt er dafür Punkte und kommt in der Rangliste seiner Freunde voran. Außerdem schaltet der User Belohnungen frei, sogenannte Badges, wenn er bestimmte Aufgaben erfüllt, wie an x verschiedenen Bahnhöfen oder in x Buchhandlungen oder Museen einzuchecken. Wer am Häufigsten an einem Ort eincheckt, wird Mayor, (also „Bürgermeister“). Das ist für jeden, der via Foursquare am selben Ort eincheckt, sichtbar. Zusätzlich kann ein Check-In auch einen Begleittext oder ein Foto beigefügt werden. Check-Ins kann man mit Freunden teilen oder man stellt sie auf privat. Außerdem können User Checklisten erstellen und Tipps zu Orten veröffentlichen.

Was bringt Ihnen als Kulturschaffende das?

Foursquare schafft Reichweite: Viele Nutzer teilen ihre Check-Ins via Facebook oder Twitter mit ihrem gesamten Netzwerk. Das ist kinderleicht und auf diese Art erreichen Check-Ins viele Menschen und damit potentielle Besucher.

Foursquare schafft Bindung: Foursquare ermöglicht es, spezielle Rabatte/Aktionen durchführen, beispielsweise Preisnachlässe für jeden, der in einer bestimmten Zeit eincheckt und sein Handy zeigt oder Specials für den Mayor, um Kunden langfristig zu binden und zum mehrmaligen Besuchen anzuregen.

Foursquare schafft Mehrwert: Nutzer checken gern in Unternehmen, Museen etc. ein. Wenn sie dann noch nützliche Tipps verfassen oder die Location ihren Freunden empfehlen, macht das neugierig und lockt andere Freunde an.


Wie funktioniert Foursquare?

Die Anmeldung ist simpel. Via Facebook Connect oder per E-Mailadresse und Passwort ist ein Account in wenigen Minuten erstellt. Foursquare schlägt einem, verbindet man sich via Facebook, gleich Freunde vor. Als Unternehmen braucht man aber keinen eigenen Account, man muss lediglich als Ort in Foursquare auftauchen. Existiert Ihr Unternehmen nicht bereits, so lässt es sich leicht in wenigen Schritten anlegen. Meist dürfte das aber bereits ein Foursquare-Nutzer übernommen haben, die Foursquare-Datenbank ist bereits gut gefüllt mit allen möglichen denkbaren Orten.

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Wieder einmal hat sich das NRW-Forum etwas zur Steigerung der Interaktivität auf deren Facebook-Seite einfallen lassen.

Was ist die Aufgabe für die Fans?
Dabei können Fotos aller Art, aber natürlich mit einem gewissen Anspruch, an die Wall des NRW-Forums gepostet werden. Die Aktion geht auf Grund der Umstellung auf die Timeline bis heute Abend 24 Uhr.. Da diese Aktion heute zum letzten Mal statt findet, wird unter allen Teilnehmern ein Preis verlost. Und hier liegt leider Gottes der Haken. Gewinnspiele dürfen laut Facebook-Richtlinien nicht direkt auf der Wall stattfinden, sondern müssen in einer App ablaufen. In diesem Fall wird ein Fotocontest durchgeführt. Die App müsste so ablaufen, dass der User sein Foto in eine dahinterliegende Datenbank hochladen muss, um am Gewinnspiel teilzunehmen.

Post vom 29.3. auf der Fanpage vom NRW-Forum

Solche  Aktionen auf der Wall der Fanpage stattfinden zu lassen ist natürlich einfach und kostengünstig, aber leider entsprechen sie nicht den Facebook-Richtlinien:

Was kann passieren?
Es kann passieren, dass die Fanpage von Facebook gesperrt wird. Mit der neuen Timeline werden aber solche Aktionen nicht mehr möglich sein. Insofern Fans auf die Wall posten, werden diese Aktionen zum Einen im Aktivitätenprotokoll angezeigt und zum Anderen hier:

Fanpage von futurebiz.de

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Beim gestrigen KM-Treff wurde auf das Thema Online-Ticketing am Thema von Amiando eingegangen. Vor allem wird auf die Unterschiede vom klassischen Ticketing und dem Web 2.0 – Ticketing eingegangen.

Amiando ist ein recht einfach zu bedienendes Online-Ticketing Tool, bei dem Veranstaltungen angelegt werden. damit für diese Tickets erstellt werden können. Für gemeinnützige Veranstaltungen ist die Nutzung kostenfrei. Sobald das Ticket Geld kostet, muss auch für das Tool bezahlt werden. Eine schöne Sache dabei ist, dass Bestell-Formulare erstellt werden können, die auf der eigenen Webseite eingefügt werden können. Im Anschluss wird ein Ticket erstellt, dass der Besteller beim Einlass vorzeigen kann. Es lohng sich auf jeden Fall einmal, sich das Tool anzuschauen. Gerade für kleine Veranstalter interessant, die ‘einfach nur’ Anmeldungen tracken und Namenslisten erstellen wollen.

Treffpunkt Kulturmanagement 21.03.12

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Von Veranstaltungen zu twittern, v. a. wenn es um Social-Media-Events geht, ist mittlerweile Standard. Auch das sonntagabendliche Twittern zum Tatort oder zu anderen Fernsehsendungen und Fußballspielen ist für viele eine Bereicherung. In der Kulturbranche findet das Twittern von Tagungen und sonstigen Veranstaltungen allmählich Eingang. Spezielle Twitter-Events, die sogenannten Tweetups, werden derzeit v. a. in und mit Museen organisiert und sind im Kommen. München, Berlin, Wien, Köln oder Frankfurt sind einige der Städte, in denen Tweetups in Museen, meist auf private Initiative hin, organisiert werden. Die Idee dahinter ist einfach: Menschen im realen Leben zusammenzubringen und andere „twitternd“ für ein Museum begeistern. Und was in Museen funktioniert, funktioniert auch in anderen Kultureinrichtungen.

Warum ein Tweetup organisieren (lassen)?

Nach dem Sinn gefragt, lauten die Antworten

  • mehr Aufmerksamkeit,
  • Neugierde auf das kulturelle Angebot wecken,
  • Steigerung der Reputation,
  • höhere Reichweite und vor allem die Möglichkeit,
  • mit dem Blick hinter die Kulissen Vertrauen aufzubauen, das letztlich in neuen Fürsprechern für die Kultureinrichtung münden kann.

Kultur vermitteln und Fürsprecher gewinnen

Event-Twittern (egal ob von PK, Tweetup oder Tagung) ist immer auch eine Form der Kulturvermittlung, weil die Follower das Erlebte/das Gehörte unmittelbar, in Echtzeit weitergeben. Der Reiz solcher Aktionen liegt immer auch darin, dass sich in der „Twitter-Gemeinde” Gespräche und Diskussionen entwickeln und sich mitunter auch verselbstständigen. Plötzlich hat man nicht nur inhaltlichen Input, sondern auch eine große Reichweite.

Tweets zur Pressekonferenz des Städel Museums anlässlich der Eröffnung des Erweiterungsbaus


Neue Dialogpartner erreichen und neugierig machen

Da Externe twittern, können sich auch Kultureinrichtungen, die über keinen eigenen Twitter-Account verfügen, an Tweetups beteiligen. Wenn viele Externe twittern, die dazu noch über eine große Anhängerschaft verfügen, erreichen die Inhalte auch Menschen, die sich bislang (noch) gar nicht für die Kultureinrichtung interessiert haben. Diese Follower werden zwangsläufig auf die Kultureinrichtung gestoßen; im besten Fall leiten sie die Tweets weiter, so dass der Twitter-Schneeballeffekt entsteht.

Was sollte beachtet werden?

Hashtag: Zunächst muss ein eindeutiger Hashtag, so wie etwa #ktwpffm für die Kultur-Tweetups in Frankfurt, festgelegt und bereits im Vorfeld des Ereignisses auf möglichst vielen Kanälen kommuniziert werden.

Twitterwall: Eine Twitterwall ist für die Visualisierung aller Tweets sinnvoll. Dadurch können auch Nicht-Twitternutzer die Gespräche verfolgen. Wenn die Twitterwall in der Kultureinrichtung zu sehen ist, verschmelzen Online- und Offline-Welt.

Mehrwert bieten: Die Tweetups werden meist privat, mit viel Enthusiasmus und persönlichem Engagement organisiert. Ein Blick hinter die Kulissen, in Bereiche, die bei „normalen, öffentlichen Führungen/Besuchen nicht zu erleben sind, sei es ins Depot, in die Werkstätten oder Probenbesuche etc., können einen Anreiz bieten, um Twitterer für sich einzunehmen.

Moderation: In der Hand der Organisatoren sollte auch die Moderation liegen. Sie sollten das Geschehen genau beobachten, Fragen beantworten oder sich um die Beantwortung von Fragen kümmern. Das kann auch im Nachgang erfolgen.

Nachhaltigkeit: Da die Tweets innerhalb kurzer Zeit wieder verschwinden, ist es ratsam, dass Blogbeiträge über den Tweetup veröffentlicht werden. Durch die Berichterstattung bleibt der Event nachhaltig und langfristig gesichert (und kann als Referenz dienen).

Twittern, egal ob von Pressekonferenzen, Veranstaltungen oder speziellen Tweetups, ist keine „Spielerei“. Der Mehrwert und Nutzen solcher Aktionen liegt einerseits darin, die „Twitter-Gemeinde”, die weitab der realen Veranstaltung ist, teilhaben zu lassen und dass sich Gespräche und Diskussionen entwickeln, die sowohl für die Twitterer als auch für die Kultureinrichtung eine Bereicherung sind.

Wer Interesse hat, bei einem Kultur-Tweetup real oder virtuell dabei zu sein, hat am 22. März Gelegenheit dazu. Ab 12.30 heißt es im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt für eine Stunde „Tweet up your cultural life. Auf dem Programm des ersten Frankfurter KultUp (@KultUp, #ktwpffm) steht eine Kuratorenführung durch die aktuelle Ausstellung Warhol: Headlines.

Über die Autorin:
Ulrike Schmid ist Inhaberin der Kommunikationsberatung u.s.k., die für dialogische Kulturvermittlung durch PR steht. Zu ihren Dienstleistungen zählt u. a. auch das Twittern von Pressekonferenzen. Gemeinsam mit Tanja Neumann organisiert sie die Frankfurter Kultur-Tweetups, die nicht nur Museen im Blick haben, sondern die gesamt Bandbreite des Frankfurter Kulturangebots. Sie betreibt außerdem das Blog Kultur 2.0.

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Noch bis zum 23.3.2012 kann an der Museo Blogparade veranstaltet vom Residenz-Musuem München teilnehmen. Was ist eigentlich einen Blogparade? Bei dieser Art und Weise der Kommunikation geht es darum, Erfahrungen und Wissen auszutauschen mittels dem Medium Blog. Hier können lange Texte verfasst, Bilder und Videos eingebunden werden und zudem können andere Personen die Beiträge kommentieren. Also: Ein riesiges Geben und Nehmen und alle haben etwas davon.

Das Residenz-Museum München fragt nun:  MUSEO-Blog-Parade 2012: Was ist Euer herausragendes Thema für 2012?

Das kann ein jahresbegleitendes oder kurz bevorstehendes Thema sein:

  • Um-/Neubau einer Ausstellungsfläche oder eines Museums
  • Neustrukturierung der Dauerausstellung/Sammlungsbestandes
  • Restaurierung eines Kunstwerkes
  • Konzeption und Durchführung einer geplanten Ausstellung
  • Vermittlungsangebote in der On- und Offlinewelt
  • Finanzierungskonzepte / Freundeskreis
  • Veranstaltungsreihe

Es können also Themen rund um die museale Arbeit eingereicht werden:

  • Mitmachen können Museen sowie Kulturinstitutionen
  • Stichwort: MUSEO-Blog-Parade 2012
  • Zeitraum der Blogparade: 28.02. – 23.03.2012
  • Verlinkt per Trackback den Beitrag mit unserem Aufruf. Gebt zur Sicherheit nochmals in unserer Kommentarfunktion Euren Link an.
  • Twitter Hashtag: #MBlogParade2012

Die Veranstalter der Museo-Blog-Parade sammeln die Beiträge, verlinken diese und stellen sie nach Einsendeschluss in einem abschließenden Blogbeitrag vor.

Wer nun nicht über einen eigenen Blog verfügt, kann einfach hier seinen Beitrag hinterlassen: Sebastian Hartmann / aufbruch2null “Digitaler Werkraum Blogparade” >>

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In Zusammenarbeit mit Futurebiz haben wir natürlich auch ein Whitepaper für die neue Facebook Chronik vorbereitet. Sie kann hier angeschaut und natürlich auch als PDF herunter geladen werden:

Facebookchronik_Für_Fanpages

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