Fast 8 Stunden (7 Stunden und 43 Minuten) verbringen Facebooknutzer pro Monat in den offiziellen mobile Apps. Schon seit geraumer Zeit halten die Nutzer sich länger über mobile Endgeräte bei Facebook auf als über einen stationären Rechner oder einen Laptop. Trotzdem liegt Facebook auch bei der stationären Verweildauer vor den anderen sozialen Netzwerken.

Bei der mobilen Nutzung liegt Instagram (eine kostenlose App für Mobilgeräte, mit der die Nutzer Fotos und Videos erstellen und durch Filter verfremden können, um sie dann über das Internet zu teilen) mit 3 Stunden und 40 Minuten monatlich auf Platz 2. Das ist länger als die mobile Verweildauer von Pinterest (eine Fotoplattform, auf der Nutzer Fotos mit Kommentaren und Beschreibungen an virtuelle Pinnwände heften und teilen können) und Google+ (das zweitgrößte soziale Netzwerk nach Facebook) zusammen!
Diese Zahlen (allesamt aus dem US-Markt) veröffentlichte das Informations- und Medien-Unternehmen Nielsen in seinem Digital Consumer 2014 Report. Sie zeigen, dass die Nutzer immer mehr von der stationären Nutzung abkommen und soziale Netzwerke vorwiegend mobil nutzen. So wird Twitter nur noch 36 Minuten pro Monat stationär genutzt, jedoch über 3 Stunden mobil. Bei Pinterest beträgt die Desktopnutzung nur 36 Minuten im Gegensatz zu 1 Stunde und 39 Minuten mobil.

Diese Nutzungszahlen machen deutlich, dass die Inhalte, die wir in den sozialen Netzwerken teilen, für die mobile Nutzung optimiert sein müssen. Da ein Großteil der User die Netzwerke mobil nutzt, ist es sinnvoll, die Inhalte hierauf auszurichten und nicht – wie bisher überwiegend geschehen – Inhalte vom Web auf Mobile zu übertragen.

Mobile App im Vergleich zur mobilen Webseite

Wird die Verweildauer auf mobilen Webseiten untersucht, so liegt ebenfalls Facebook vorne. Doch die Zeiten unterscheiden sich stark im Vergleich zu der Nutzungsdauer von mobilen Apps: Die Verweildauer bei Facebook liegt nur bei 40 Minuten! Twitter erreicht 11, Pinterest 3 Minuten.

Mobile Webseite beschreibt, dass der User das soziale Netzwerk über seinen Browser auf dem Smartphone aufruft. Dies kommt jedoch kaum vor, denn die meisten Konsumenten nutzen die offizielle mobile App der jeweiligen Plattform und gelangen von hier kaum auf die mobilen Seiten von Facebook und Co.

Fazit

Die Zahlen verdeutlichen den Trend zur mobilen Nutzung im Allgemeinen. Im Jahresvergleich stieg die Nutzung der mobile App von Facebook um 37 %, die Nutzung der mobilen Webseite um 26 %. Im Gegensatz hierzu sank die stationäre Nutzung um 14 %. Diese Entwicklung gilt für  fast alle Netzwerke, lediglich das soziale Netzwerk LinkedIn konnte bei der stationären Nutzung um 37 % zulegen. Das könnte daran liegen, dass es hierbei um ein Netzwerk handelt, in dem man sich mit Geschäftskontakten verbindet – dies geschieht vermutlich nicht ‘mal eben zwischendurch auf dem Weg’, sondern vorzugsweise an einem stationären Rechner bzw. Laptop.
Den größten Zuwachs erzielte Pinterest: Die Nutzung der mobile App ist um 233 % gestiegen. Dies nahmen die Betreiber zum Anlass, die App stark zu optimieren und den Bedürfnissen der Nutzer anzupassen.

Führende soziale Netzwerke, mobil: Facebook und Instagram

Facebook und Instagram dominieren die mobile Landschaft der sozialen Netzwerke. So verzeichnet Instagram mittlerweile mehr mobile App Nutzer als Twitter, auch die Verweildauer ist höher. Gemeinsam kommen Facebook und Instagram auf eine monatliche Verweildauer von über 12 Stunden, Twitter folgt mit 3 Stunden und 18 Minuten. Der Abstand von Twitter zu Facebook und Instagram wächst stetig weiter (momentan 3,1 Mio. Nutzer in Deutschland). Instagram hat als Foto-Plattform enormes Potential, bald ganz oben mitzumischen, denn die mobile Nutzung ist gerade in diesem Bereich sehr beliebt und praktikabel: Mal eben schnell ein Foto schießen und teilen, das ist unterwegs gut möglich.

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Mit dem Siegeszug von Smartphones haben QR-Codes Einzug in unseren Alltag gefunden. Mittlerweile sieht man sie an jeder Ecke, mal sinnvoll eingesetzt, mal weniger gut durchdacht benutzt. Richtig angewendet, können QR-Codes durchaus Mehrwert für den Nutzer bieten. Wir berichteten bereits mehrmals darüber, wie QR-Codes im Kulturmarketing von Nutzen sein können, ob man die QR-Codes mit einer App koppelt oder als bequemen Linkersatz nutzt.

Zwei Stundentinnen vom Ludwigsburger Institut für Kulturmanagement, Studienfach „Kulturwissenschaft und Kulturmanagement“, dachten sich nach der Teilnahme am Seminar »Teamlabor«, in dem ein fiktiver Businessplan erstellt wird: Das ist eine Geschäftsidee. Wir haben das Know-How aus dem Studium und das technische Wissen. Warum also nicht Kulturschaffende im Umgang mit QR-Codes beraten? Gesagt getan und flugs wurde ein kleines Start-Up gegründet, LIVEQR.

LIVEQR bietet Interessierten alles rund um QR-Codes; von eigens designten QR-Codes über Möglichkeiten des Marketings mittels QR-Codes bis hin zu eigenen Content Management Systemen zur selbstständigen Erstellung von QR-Codes. Dabei ist man auf Stadtmarketing und Marketing für kulturelle Institutionen spezialisiert.

Wie man sieht, befruchten sich Kulturmarketing und Social Media gegenseitig und beide Seiten können voneinander profitieren. Die Möglichkeiten sind noch lang nicht ausgeschöpft. Mit den richtigen Ideen und ausreichend Wissen über die Materie kann man sich ganz neue Geschäftszweige erschließen.

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Pinterest ist derzeit in aller Munde. Auch wir haben bereits mehrfach darüber geschrieben. Was es ist, wie man es nutzen kann, etc. In diesem Beitrag spielt es aber nur am Rande eine Rolle, nämlich als Möglichkeit, schnell, einfach und übersichtlich Listen anzulegen.

Userin Julia Fryett (Twittername: @aktionsart) hat sich vorgenommen, ein paar Museums-Apps zusammenzutragen und bei Twitter um Vorschläge gebeten, welche Apps sie aufnehmen sollte:

Ein paar Vorschläge kamen bereits, aber noch ist die Vielfalt überschaubar. Dass es durchaus sinnvoll sein kann, als Kulturschaffende(r) auf Apps und Social Networks zu setzen, haben wir ja bereits desöfteren festgestellt. Ein Klick auf das jeweilige Bild bei Pinterest führt direkt in den iTunes-Store zum Download und Ausprobieren.

Museum Apps Pinterest Kulturmarketing

Alle Apps, die bisher gesammelt wurden, nutzen Apple-Geräte, Android- oder Windows-Apps fehlen bisher ebenso wie Apps deutscher Museen. Gibt es keine deutschen Museen, die sich einer App bedienen, um ihren Nutzern irgendeinen Mehrwert zu bieten? Oder gibt es durchaus Apps, die wurden aber bisher nicht vorgeschlagen? Gibt es vielleicht Sprachbarrieren, weil die Apps sich der deutschen Sprache bedienen und daher international weniger interessant sind als englischsprachige?

Falls Ihnen nun sofort ein paar Beispiele einfallen: Dank Pinterest kann jeder kinderleicht ein eigenes Board anlegen und diese und weitere Apps zusammen fassen. Eine tolle Sache von praktischem Wert. Warum nicht ein Board für deutschsprachige Museumsapps? Auch das ist Kulturmarketing! Kurzes Googeln brachte beispielsweise diese Liste 63 deutschsprachiger Apps zum Vorschein, über deren Qualität ich zwar keine Aussagen treffen kann, aber da sie weitenteils im iTunes-Store angeboten werden, müssen sie zumindest einem gewissen Standard entsprechen. Gesammelt hat hier Dorian Ines Gütt, die auf ihrem Twitteraccount @museumapp regelmäßig neue Apps (nicht nur deutsche) vorstellt.

Welche Apps fehlen noch? Gibt es weitere Pinterest-Boards, die zum Thema passen?

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Immer mehr Menschen benutzen ein Smartphone, um auch unterwegs online zu sein. Aber wie kann man sich die zunehmende Verbreitung des mobilen Internets als Kulturschaffender zunutze machen?

Eine schöne Aktion hat das Museum Kunstpalast in Düsseldorf sich einfallen lassen. Zur Ausstellung “El Greco & Die Moderne” rief man dort die QR-Rally ins Leben. Hinter QR-Codes in ganz Düsseldorf verstecken sich dabei zwölf El Greco Bilder. Mit einer kostenlosen App zur Ausstellung kann man die Codes scannen, sich eine eigene Sammlung erstellen sowie verborgene Videos, Texte und mehr entdecken.

Zudem kann der Nutzer, wenn er mindestens fünf Bilder gesammelt hat, eines von 1000 Tickets gewinnen.

Aber auch die “normale” Ausstellung wird durch die App multimedial aufgewertet. App-Nutzer können zusätzlich Videos anschauen, interessante Werke mit dem Audioguide entdecken und weitere spannende Veranstaltungen finden. So wird die App zum interaktiven Kunstbegleiter zu dieser und weiteren Ausstellungen im Museum Kunstpalast.

Die App gibt es sowohl für iPhone als auch Android-Smartphones.

El Greco App zur Ausstellung

Wir finden die Aktion sehr gelungen, auch wenn wir die App bisher nicht selbst ausprobieren konnten. Die Idee, dem Nutzer den Besuch einer Ausstellung durch spielerische Elemente schmackhaft zu machen und die eigentliche Ausstellung um multimediale Inhalte zu erweitern, ist gut und zeitgemäß, das Konzept wirkt stimmig.

Die Inhalte via App anzubieten, bietet einige Vorteile. So lassen sich, wenn man will, eine Menge nützlicher Informationen über die Besucher heraus finden (Wieviele Besucher nutzen die App? Welche Inhalte sind besonders interessant, welche eher nicht? etc.). Die Bereitstellung zusätzlicher Infos verursacht nur einmalig Aufwand (während der Entwicklung der App), danach kann jeder Besucher bequem über sein Handy alle Informationen abrufen, ohne dass man als Betreiber sich jeweils darum kümmern müsste. Eine sauber programmierte App kann also sogar Arbeit sparen.

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Vor Kurzem haben wir unser neues kostenfreies Feature der mobilen Ansicht vorgestellt und einige von unseren Veranstaltern haben es bereits eingebaut. Doch noch einmal kurz, worum es eigentlich ging.

Jeder vierte Deutsche surft via Smartphone im Internet. Viele Aufrufe der eigenen Webseite erfolgen also nicht mehr vom PC, sondern vom Telefon. Da das Display klein ist, wird die angesurfte Webseite recht schwer lesbar sein.

Die mobile Webseite ist bereits für jeden unserer Veranstalter im jeweiligen Benutzeraccount frei geschaltet und muss nur noch vom Webmaster auf der eigenen Homepage eingebaut werden. Das FITZ! Zentrum für Figurentheater in Stuttgart hat das bereits gemacht:

              

Wenn also nun ein Nutzer eines Smartphones die Seite http://www.fitz-stuttgart.de/ mobil ansurft, sieht er nicht eine Webseite, die er erst aufscrollen und zoomen muss, sondern diesen oben gezeigte mobil optimierte Ansicht.

Das einbauen ist recht einfach. Wir stellen im Benutzeraccount des Kulturkuriers einen kostenfreien Javascript Code zur Verfügung.

Hierzu muss diese Zeile Javascript in den Head-Bereich Ihrer Website zwischen dem öffnenden <head> und dem schliessenden </head> eingefügt werden:
<script type=”text/javascript” src=”http://m.kulturkurier.de/vkal_2267.js”></script>

Also beispielsweise:
<html>
<head>
<title>FITZ Zentrum für Figurentheater</title>
<script type=”text/javascript” src=”http://m.kulturkurier.de/vkal_2267.js”></script>
</head>
<body>

</body>
</html>

Im Moment steht dieser Code nur Veranstaltern zur Verfügung, die über uns Veranstaltung eintragen. Den Code und diese Beschreibung finden Sie hier:

 

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Mit Sicherheit haben es einige bereits mitbekommen, seit einigen Tagen ist eine sehr kontroverse Kampagne in den USA zu Diskussion. Inhalt der Kampagne ist es, dass Obdachlose mit einem Wlan-HotSpot versehen werden, um den Teilnehmern einer Technik-Konferenz in Texas optimalen Wlan-Zugriff zu bieten – eine Kampagne mit einem wohltätigen Zweck.

Die Obdachlosen werden mit einem 4GB starken Rooter ausgestattet und Personen, die Wlan benötigen können sich darin gegen einen Spende einloggen. Die Diskussion entsand vor allem daraus, dass die Formulierung, die auf den Tshirts der Obdachlosen steht, diskriminierend aufgefasst werden kann: ‘Ich bin ein HotSpot’. Die Obdachlosen werden scheinbar durch diese Formulierung ‘entmenschlicht’ und lediglich als das Produkt HotSpot angesehen. Dabei gehen jedoch die Meinungen auseinander. Zum Einen bekommen die Obdachlosen die Möglichkeit ein wirklich benötigtes Gut anzubieten, anstatt einer Straßenzeitung, und zum Anderen gewinnen die Obdachlosen an Sichtbarkeit und Kommunikation. Genau das sagt auch ein Teilnehmer dieser Aktion: ”Wir spüren den Erfolg”, sagte ein Teilnehmer, der seit dem Hurrikan Katrina in einer Odachlosenunterkunft in Austin lebt. “Jetzt hört jeder weltweit von dem ‘Homeless Hotspot’-Programm. Wir haben den Menschen gezeigt, dass Obdachlose Teil ihrer Gesellschaft sind.” (Netzwelt, 14.3.12)

Weiterführende Links:

 

 

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Unser neuer Partner im Bereich Termine-Verteiler hat mal wieder eine tolle App gelandet:

HELLWEG – ein LICHTWEG: Lichtkunst in Nordrhein-Westfalen – mit App auch am Tag

Mit dem Frühling werden auch die Tage wieder länger – und damit leider die Stunden weniger, in denen die Lichtkunstobjekte des Projektes HELLWEG – ein LICHTWEG im Dunkeln die Hellweg-Region erstrahlen lassen. Doch Abhilfe ist geschaffen: Mit der im März passend erschienenen Smartphone-Applikation der Kölner App-Schmiede Pausanio werden die Kunstwerke auch am Tag erfahrbar; zugleich bietet die App Informationen zu den einzelnen Kunstwerken und dem Gesamtprojekt, gibt die Entfernung zum Betrachter an und verortet die Installationen bei GoogleMaps.

HELLWEG – ein LICHTWEG ist ein modulares, sich beständig erweiterndes Kunstprojekt in der Hellweg-Region. Es führte seit seiner Gründung im Jahr 2002 bereits realisierte und in ihrer Ausführung begriffene Werke der Lichtkunst im öffentlichen Raum zu einem identitätsstiftenden Ganzen zusammen.

Seither werden in Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden der Hellweg-Region, dem Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna und eingeladenen Gastkuratoren jedes Jahr neue Werke der Lichtkunst von national und international renommierten KünstlerInnen projektiert und realisiert.

Diese Kunstwerke sind nur über ihre Umgebung zu erfahren, bilden sie doch eine Koexistenz mit dieser: mit den Lebensgewohnheiten der Menschen in ihrer Nähe, mit den historischen und gegenwärtigen Sinnzusammenhängen, mit den urbanen Stadt- und Landschaftsräumen,  – mit dem, was diese Orte geprägt hat, sie unverwechselbar und besonders macht. Genau dieses soll die neue Smartphone-Applikation nun zu jeder Jahres-, Tages- und Nachtzeit ermöglichen, denn entlang dieser Werke der Lichtkunst gibt es viel zu sehen, zu besuchen und zu erleben. Ausgewählte Tipps und Empfehlungen führen durch die Hellweg-Region und erlauben individuelle Kulturausflüge abhängig von den persönlichen Wünschen und Interessen.

Um die Ausflüge rundum gelingen zu lassen, nutzt die neue Applikation die noch junge Technologie der Augmented Reality. Augmented Reality verbindet die Realität mit virtuellen Informationen: Indem er durch die Kamera seines Gerätes blickt, erfährt der Nutzer die Entfernung zu den einzelnen Objekten und kann die Informationen dazu direkt abrufen. Fotos zeigen die Kunstwerke in ihrer nächtlichen Schönheit. Kurze Texte klären zudem über die Kunstwerke und ihre Schöpfer auf. Augmented Reality erweist sich dabei als mehr als eine bloße Spielerei: Die Technologie fungiert hier als Medium der Kunstvermittlung und macht nebenbei Werbung für die Region.

Die Applikation HELLWEG – ein LICHTWEG verortet die Objekte außerdem bei Google Maps und hält wichtige Hintergrundinformationen zu dem Projekt bereit. Sie ist seit dem 12. März im App Store erhältlich (Link: http://itunes.apple.com/de/app/hellweg-ein-lichtweg-lichtkunst/id505953596?mt=8&ign-mpt=uo%3D2).

HELLWEG – ein LICHTWEG ist ein Projekt der Region Hellweg und wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen zu HELLWEG – ein LICHTWEG finden Sie unter: http://www.hellweg-ein-lichtweg.de/ und http://www.lichtkunst-unna.de/

Informationen zur neuen App bietet die Seite: http://pausanio-production.com/produkte/

 

Kontakt:

Sigrun Krauß M.A.
Projektbüro Hellweg – ein Lichtweg
beim Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna
Lindenplatz 1
59423 Unna
Tel.: +49(0)170.9304615
eMail: sigrun.krauss@gmx.de

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Von Veranstaltungen zu twittern, v. a. wenn es um Social-Media-Events geht, ist mittlerweile Standard. Auch das sonntagabendliche Twittern zum Tatort oder zu anderen Fernsehsendungen und Fußballspielen ist für viele eine Bereicherung. In der Kulturbranche findet das Twittern von Tagungen und sonstigen Veranstaltungen allmählich Eingang. Spezielle Twitter-Events, die sogenannten Tweetups, werden derzeit v. a. in und mit Museen organisiert und sind im Kommen. München, Berlin, Wien, Köln oder Frankfurt sind einige der Städte, in denen Tweetups in Museen, meist auf private Initiative hin, organisiert werden. Die Idee dahinter ist einfach: Menschen im realen Leben zusammenzubringen und andere „twitternd“ für ein Museum begeistern. Und was in Museen funktioniert, funktioniert auch in anderen Kultureinrichtungen.

Warum ein Tweetup organisieren (lassen)?

Nach dem Sinn gefragt, lauten die Antworten

  • mehr Aufmerksamkeit,
  • Neugierde auf das kulturelle Angebot wecken,
  • Steigerung der Reputation,
  • höhere Reichweite und vor allem die Möglichkeit,
  • mit dem Blick hinter die Kulissen Vertrauen aufzubauen, das letztlich in neuen Fürsprechern für die Kultureinrichtung münden kann.

Kultur vermitteln und Fürsprecher gewinnen

Event-Twittern (egal ob von PK, Tweetup oder Tagung) ist immer auch eine Form der Kulturvermittlung, weil die Follower das Erlebte/das Gehörte unmittelbar, in Echtzeit weitergeben. Der Reiz solcher Aktionen liegt immer auch darin, dass sich in der „Twitter-Gemeinde” Gespräche und Diskussionen entwickeln und sich mitunter auch verselbstständigen. Plötzlich hat man nicht nur inhaltlichen Input, sondern auch eine große Reichweite.

Tweets zur Pressekonferenz des Städel Museums anlässlich der Eröffnung des Erweiterungsbaus


Neue Dialogpartner erreichen und neugierig machen

Da Externe twittern, können sich auch Kultureinrichtungen, die über keinen eigenen Twitter-Account verfügen, an Tweetups beteiligen. Wenn viele Externe twittern, die dazu noch über eine große Anhängerschaft verfügen, erreichen die Inhalte auch Menschen, die sich bislang (noch) gar nicht für die Kultureinrichtung interessiert haben. Diese Follower werden zwangsläufig auf die Kultureinrichtung gestoßen; im besten Fall leiten sie die Tweets weiter, so dass der Twitter-Schneeballeffekt entsteht.

Was sollte beachtet werden?

Hashtag: Zunächst muss ein eindeutiger Hashtag, so wie etwa #ktwpffm für die Kultur-Tweetups in Frankfurt, festgelegt und bereits im Vorfeld des Ereignisses auf möglichst vielen Kanälen kommuniziert werden.

Twitterwall: Eine Twitterwall ist für die Visualisierung aller Tweets sinnvoll. Dadurch können auch Nicht-Twitternutzer die Gespräche verfolgen. Wenn die Twitterwall in der Kultureinrichtung zu sehen ist, verschmelzen Online- und Offline-Welt.

Mehrwert bieten: Die Tweetups werden meist privat, mit viel Enthusiasmus und persönlichem Engagement organisiert. Ein Blick hinter die Kulissen, in Bereiche, die bei „normalen, öffentlichen Führungen/Besuchen nicht zu erleben sind, sei es ins Depot, in die Werkstätten oder Probenbesuche etc., können einen Anreiz bieten, um Twitterer für sich einzunehmen.

Moderation: In der Hand der Organisatoren sollte auch die Moderation liegen. Sie sollten das Geschehen genau beobachten, Fragen beantworten oder sich um die Beantwortung von Fragen kümmern. Das kann auch im Nachgang erfolgen.

Nachhaltigkeit: Da die Tweets innerhalb kurzer Zeit wieder verschwinden, ist es ratsam, dass Blogbeiträge über den Tweetup veröffentlicht werden. Durch die Berichterstattung bleibt der Event nachhaltig und langfristig gesichert (und kann als Referenz dienen).

Twittern, egal ob von Pressekonferenzen, Veranstaltungen oder speziellen Tweetups, ist keine „Spielerei“. Der Mehrwert und Nutzen solcher Aktionen liegt einerseits darin, die „Twitter-Gemeinde”, die weitab der realen Veranstaltung ist, teilhaben zu lassen und dass sich Gespräche und Diskussionen entwickeln, die sowohl für die Twitterer als auch für die Kultureinrichtung eine Bereicherung sind.

Wer Interesse hat, bei einem Kultur-Tweetup real oder virtuell dabei zu sein, hat am 22. März Gelegenheit dazu. Ab 12.30 heißt es im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt für eine Stunde „Tweet up your cultural life. Auf dem Programm des ersten Frankfurter KultUp (@KultUp, #ktwpffm) steht eine Kuratorenführung durch die aktuelle Ausstellung Warhol: Headlines.

Über die Autorin:
Ulrike Schmid ist Inhaberin der Kommunikationsberatung u.s.k., die für dialogische Kulturvermittlung durch PR steht. Zu ihren Dienstleistungen zählt u. a. auch das Twittern von Pressekonferenzen. Gemeinsam mit Tanja Neumann organisiert sie die Frankfurter Kultur-Tweetups, die nicht nur Museen im Blick haben, sondern die gesamt Bandbreite des Frankfurter Kulturangebots. Sie betreibt außerdem das Blog Kultur 2.0.

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Auf das Internet wird mehr und mehr via mobile Wege zugegriffen. Sei es in der Bahn auf dem Arbeitsweg oder auch beim leidigen Warten beim Arztbesuch. Zeitfenster werden mit der mobile Internetnutzung gefüllt.

Der Absatz von Smartphones steigt zusehens, damit natürlich auch die mobile Nutzung des Internets. Was sind oft die Probleme, wenn sich ‘normale’ Webseiten, also Seiten ohne mobile Optimierung auf dem Smartphone angeschaut werden?

33% sagen: Der Text ist schwer zu lesen

28% sagen: Buttons und Links sind zu klein, um sie anzuklicken

17% sagen: Es ist richtig schwer, Informationen zu finden (oftmals durch die kleine Darstellung bedingt)

Aus dem Grund haben wir eine mobile Ansicht für die eingetragenen Veranstaltungen entwickelt, die somit besser auf dem Smartphone zu lesen sind. Wie funktioniert das? Ganz einfach über einen Javascript-Code, der in einen bestimmten Bereich in die eigene Homepage eingebaut werden muss. Die Nutzer, die mobil unterwegs sind, sehen dann nicht ein unleserliche Webseite sondern ein optimierte Ansicht der Veranstaltungen.

Der Code ist im jeweiligen eigenen Benutzeraccount unter ‘mobile Ansicht’ im Kulturkurier zu finden. Von dort kann der Code direkt inklusive Anleitung an den eigenen Webmaster geschickt werden.

 

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Eine spannende Kampagne macht seinerzeit Vodafone mit den Night Owl Partys. Bei dieser Kampagne finden in vielen deutschen Städten die Night Owl Partys statt, die Vodafone im Zusammenhang mit Musik promoten sollen. Aufmerksam geworden sind wir auf diese Kampagne durch einen recht unscheinbaren Aushänger in Hamburg Altona:

 Um zu mehr Informationen zu gelangen, konnte ein QR Code eingescannt werden. Zudem war auf den Abreißzetteln die URL zu der Fanpage der Night Owl Aktion angegeben. Hinter dem QR Code lag eine App für iPhone und Android, die für die gesamte Aktion gedacht ist. So kann der Nutzer direkt sehen, wo die nächste Night Owl Party stattfindet:

    

Innerhalb der Night Owl App gibt es viele verschiedene Aktionen, wie zum Beispiel das Facebook Check In mit einem Foto. Dieses Check In ist wiederum mit einem Benefit für den Nutzer verbunden, hier mit einem Gratis Drink. Aber auch der Punkt Service ist sehr spannend, gerade wenn sich der NUtzer in einer fremden Stadt befindet. Hier werden einem nämlich die die lokalen Taxi-Nummer gezeigt oder auch schöne Optionen zum Essen gehen.

Des Weiteren legen bei den Partys nicht etwa ‘vorgeplante’ DJ’s auf, sondern es werden den Fans 2 DJ’s zur Auswahl gestellt, für die sie auf der Facebook Fanpage voten können. Gleichzeitig werden die DJ’s dort vorgestellt und es können mobile Tickets erworben werden. Das funkioniert mit einem Tool, dass speziell auf Veranstaltungsorganisation via dem mobilen Wegen ausgerichtet ist: Ticketscript

  

Hinter der kleinen Aushänge-Werbung in Hamburg Altona steckt also ein ausgeklügeltes Konzept, dass mobile mit Facebook verbindet. Abgedeckt wird also der QR Code, der zur App führt und auch die Angabe der URL zur Fanpage. An dieser Stelle wätre es sicher sinnvoll, ebenfalls einen QR Code einzusetzen, damit einem das lästige Eintippen einer URL auf einem Smartphone erspart bleibt.

Ebenfalls wird Facenook sinnvoll genutzt, um die Fans über eine Abstimmung der Acts in die Veranstaltungsorganisation mit einzubeziehen und sie auch gleich zum Ticketkauf zu bewegen. An dieser Stelle könnten aber mehr Share-Varianten mit integriert werden, um die Option zum Teilen und somit für die Viralität zu erhöhen.

Auch wenn es sich hier um um eine Aktion vom Wirtschaftsriesen Vodafone handelt, kann man sich schon mal einiges davon abgucken und auch mit recht wenig Einsatz eine schöne Aktion stricken, um die Fans und Besucher auch mobile mit in die Veranstaltung einzubeziehen.

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