Einen wunderbaren Einblick, und dass nicht nur über die DSL-Leitung, wurde uns in die Tätigkeit des Projekts von Yadegar Asisi gestattet. Eigentlich wollten wir ’nur‘ auf die beeindruckende Social Media Strategie eingehen. Doch wir wurden eines Besseren belehrt. Es ist wichtig, die konkreten Inhalte zu kennen und DAS, worum es eigentlich geht. Und das ist momentan das Pergamon Panorama, dass in Berlin mit der Ausstellung zum Pergamon eröffnet werden soll.
Umher geführt wurde ich von Frank Tentler, der die Social Media Strategie der Asisi Virtual Culture GmbH betreut und selber mit nach Pergamon gefahren ist, um selber jedes Detail, welches notwendig für die Ausstellung ist, zu erfassen. So werden erst die Ausmaße sichtbar, welche Geschichten alleine in einem einzigen kulturhistorischen Meisterwerk vorhanden sind.

Wir druften sogar Herrn Asisi über die Schulter schauen, währenddessen er uns das Pregamon-Projekt erklärt:

http://instagr.am/p/Espsv/, found on instagram from Frank Tentler

http://instagr.am/p/Espsv/, found on instagram from Frank Tentler

Die Aufgabe für Herrn Tentler besteht darin, Kulturgeschichte für einen Rezipienten, der sich bis dato weniger bis gar nicht mit der Antike beschäftigt hat, im Social Web erlebbar zu machen. Das ist eine große Herausforderung, die so nicht zu unterschätzen ist.

Die Asisi Visual Culture GmbH hat sich ein Webteam aus etwa 4 Personen zusammengestellt, wobei nicht alle mit den sozialen Medien von Anfang an professionell vertraut waren. Angeleitet werden sie durch Herrn Tentler, der einmal pro Woche einen Inhouse Workshop gibt, damit die Mitarbeiter das Gefühl für die sozialen Medien gewinnen können.

Beim Pergamon-Projekt geht es um ein Zukunftsmarkting der Kulturgeschichte. Dabei geht es wiederum um die Waage von Redaktion und Kommunikation, was abhängig voneinander mit dem Ziel der nachhaltigen Kundengewinnung und Kundenbindung korrelliert.

 

Wir haben noch näher nachgefragt:

Interview mit Yalda Bouzrina | Stellv. Geschäftsführerin der Asisi Visual Culture GmbH | Leiterin des Bereichs Marketing und Kommunikation

1 . Seit wann nutzen Sie Social Media für den Internet-Auftritt des Asisi-Projekts und was waren die Beweggründe?

Seit November 2010 bauen wir unsere Kompetenz in Kommunikation und Marketing im Social Web kontinuierlich aus. Bereits seit September 2010 beschäftige ich mich mit der Entwicklung einer  Marketing- und PR-Strategie, da der Aufbau eigener multimedialer Kommunikationswege im Web bereits heute von grundsätzlicher Wichtigkeit für ein Unternehmen ist und – mit der Reduzierung relevanter klassischer Medien wie Zeitungen, Radio und Fernsehen – immer schneller an Bedeutung gewinnt.

2 . Warum haben Sie sich für die genutzten Kanäle Twitter, Facebook und einen Blog sowie Vimeo und Flickr entschieden?

Wir unterscheiden in der Nutzung zwischen „Social Networks“ (Facebook, Twitter) und „Social Web Applikationen“ (Flickr, YouTube, Vimeo). Erstere dienen der Echtzeit-Kommunikation mit den Usern (Twitter, Facebook Fanpages, …) und als Grundlage für ein Anzeigen- und App-Marketing (Facebook Adds). Zweitere nutzen wir, um Medien kostenlos zu speichern, sie zum Einbetten in Websites und Blogs zur Verfügung zu stellen und sie auch für andere Wege des „Media-Sharings“ nutzbar zu machen (Social Bookmarks, Bewertungs-Button, …). So erzielen wir sehr einfach eine transmediale Verteilung unserer Inhalte, was wiederum die Grundlage des unternehmerischen „Storytelling“ ist. Die Entscheidung für diese Anwendungen fiel durch den Vergleich von Quantität (Nutzerzahlen, Speicherleistung, Ladegeschwindigkeit,…) und Qualität (Usability, Interface-Design, Filtermöglichkeiten, Influencer-Nutzung,…).

3 . Es bildet sich somit ein recht großes Netzwerk, das die einzelnen Kanäle miteinander verbindet. Wie werden Ihre Inhalte redaktionell auf die Kanäle verteilt bzw. wie sind die Kanäle miteinander verbunden?

Das stimmt. Unser mediales und interaktives Netzwerk ist in kürzester Zeit sehr groß geworden.

Wir versuchen die technisch-redaktionelle Arbeit möglichst zu standardisieren, um viel Zeit für die persönliche Interaktion zu schaffen. Von Beginn an haben wir Themen- und Medien-Kanäle definiert, die permanent Content liefern: der Künstler und Visionär Yadegar Asisi, die Panometer in Leipzig und Dresden, die Entwicklung des „Pergamon-Panorama“-Projekts, die Geschichte der Panometer,… in unserem Unternehmen haben wir so viel eigenen und spannenden Content, dass dessen Produktion und Verteilung exakt geplant werden muss. Ein „Web-Team“ betreut das Blog und die Social-Web-Anwendungen und steht als Kompetenz-Team für andere Abteilungen und Mitarbeiter zur Verfügung.

Ausgehend von unserem Blog verteilen wir die Beiträge automatisch in die Anwendungen. Zusätzlich werden Facebook und Twitter persönlich betreut und dienen als ein wichtiges Standbein der „Transmedia Storytelling“-Strategie. Schnittstelle für jeden Content ist das zentrale Web-Team, das durch eine Fokussierung der Inhalte auf Themen-Websites (wie z. B. http://flavors.me/asisi_rotunde), die sich automatisch aus dem vorhanden Content füttern, Highlights gebündelt hervorhebt. So werden Schwerpunkte aufgebaut, die über einen längeren Zeitraum ein wichtiges Thema im Bewusstsein der User halten.

4 . Das Panometer Dresden GmbH und das Panometer Leipzig GmbH bilden den inhaltlichen Präsentationsort der entwickelten Ausstellungsform Yadegar Asisis. Wie stellen Sie das online dar bzw. was wollen Sie mit Ihrem Social Media Konzept erreichen?

Wir wollen mehr für die Kunst von Yadegar Asisi werben, die Botschaften und Inhalte weiter verbreiten, mehr Menschen zugänglich machen. Es ist eine kontinuierliche Herausforderung – wir  sind noch in der Entwicklung – Anwendungen zu schaffen, die das 3-D-Panoramaerlebnis und die Botschaften des Künstlers in die virtuelle Welt tragen. In diesem Zusammenhang ist es ganz spannend, dass wir in der Zukunft auch unsere Bildungsangebote vielen Leuten öffentlich machen können. Die Übertragung in die virtuelle Welt wird helfen, sie nutzbarer und greifbarer zu machen.

5 . Was planen Sie noch im weiteren Verlauf?

Die Welt, die die Panoramen beschreiben, wollen wir immer stärker vermitteln. Ich denke, dass wir über die Social Media endlich über die richtigen Kanäle verfügen, um die Menschen, die sich für uns interessieren, tief und weitreichend mitzunehmen. Das geht viel unmittelbarer und ausführlicher als in den klassischen Medien. Außerdem können wird unser Angebot stärker nach den Bedürfnissen der interessierten Menschen gestalten. Für Pergamon steht noch die spannendste Phase bis zur Eröffnung am 30. September bevor. Wir werden in unseren Kanälen darüber berichten.

Vielen herzlichen Dank für das ausführliche Interview.

Details zum Pergamon-Projekt auf  Vimeo:

Weiterführende Links:

 

Kommentare

comments

Powered by Facebook Comments

, , ,
Trackback

no comment untill now

Add your comment now

You must be logged in to post a comment.